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Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüße eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Dabei geht es vor allem um die Schöpfung der Welt, der Götter und des Menschen und nicht um Kulte etc.

Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als Sumerer bezeichnet, sind jene Menschen, die uns durch deren Monumentalbauten und Texte bekannt sind. Einen sichtbaren Unterschied zu der Vorgängerkultur Ubaid ist nicht erkennbar.

Was man weiss, ist, dass die großen Städte der Sumerer im Süden vorher ohne Unterbrechung von der Ubaidkultur bewohnt waren.
Noch wichtiger ist hier Eridu, seit ca. 5400 v.u.Z. besiedelt. Den…
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Indoeuropäische Sprache

indoeuropäische Grundsprache:
Quelle: "Die Indoeuropäer" - Harald Haarmann

*h1ekuos (Pferd)
* = Asterix für rekonstruiert
h1 = Laryngale

*kwekwlos
altnord.: hvel (Rad)
altengl.: hweohl (gesprochen wiel) (Rad)
avest.: Caxtra (Rad)
altgriech.: kuklos (Kreis). Plural: kukla (Räder)
tochar.: kukal (Wagen)

*rot-eh2
altir.: roth (Rad)
lat.: rota (Rad)
ahd.: rad (Rad)
lit.: ratas (Rad)
lett.: rats (Rad), Plural: rati (Wagen)
alban.: rreth (Ring, Reifen)
avest.: ratha (Karren, Wagen)
altind.: rátha (Karren, Wagen)

*h2eks
lat.: axis (Rad-Achse)
altengl.: eax (Achse)
ahd.: ahsa (Achse)
altkirchenslaw.: osi (Achse)
altind.: áksa (Achse)

*dheubos
altnord.: djupr
altengl.: deop
got.: diups
althochdt.: tiof
neuhochdt.: tief

*tuhx
altnord.: thu
altengl.: thu
mengl.: thou
got.: thu
althochdt.: t(h)u
neuhochdt.: du

*genu
altnord.: kinn
altengl.: cinn
got.: kinnus
althochdt.: chinne
neuhochdt.: Kinn

Der Wortstamm von Gott ist sehr alt, nur im germanischen Sprachraum anzutreffen und außerhalb u…

Chronologischer Überblick: Altorientalische Mythen

Ubaid-Zeit: 5300-4100 v.u.Z.

Uruk-Zeit: 4100-3000 v.u.Z
- Uruk-Vase

Prädynastische Zeitbzw. Dschemdet-Nasr-Zeit: 3000-2800 v.u.Z.

Frühdynastische Zeit: 2900-2334 v.u.Z. bzw. 2650-2450 v.u.Z.
- "Anweisungen aus Schuruppak"
- "Der Rat eines akkadischen Vaters an seinen Sohn"

Akkad-Zeit: 2334-2218 v.u.Z.
- Enheduanna
- "Nin-me-šara" (The Exaltation of Inanna)
- "In-nin ša-gur-ra"
- "In-nin me-huš-a" (Inanna und Ebih)
- Tempel-Hymnen
- "The Exaltation of Inanna"

Neusumerisch/Ur-III-Zeit: 2340/2047-1940 v.u.Z.   - "Fluch über Akkade": um 2150 v.u.Z. - "Gilgamesh, Enkidu und die Unterwelt"
- "Inanna und Enki"
- "Enmerkar und der Herr von Aratta"
- "Enki und Ninmah": um 2000 v.u.Z.
- "Inanna und der Huluppubaum": um 2000 v.u.Z.

Isin-Larsa-Zeit/altassyrische Zeit: 2000-1800 v.u.Z.

Altbabylonische Zeit: 1800-1595 v.u.Z.
- "Etana-Epos": altbabylonisch, Beginn 2.JT. v.u.Z.

Inanna/Ishtar-Mythologie

Die Göttin Inanna (akkadisch Ishtar) wurde mit den Keilschriftzeichen geschrieben. Die älteste Form dieses Zeichens wird als "Schilfringbündel" identifiziert.
sumerisch
MUŠ3:



akkadisch DINGIR IŠTAR:

Das "Schilfringbündel" hat bei den alten Rohrhütten als Stütze des Eingangs und der Tür gedient. In archaischen Texten kann, in späteren muss zum Zeichen "MUŠ3" der Götterdeterminativ "DINGIR" treten.

sumerisch
DINGIR MUŠ3:


In archaischen Texten ist nicht immer klar, ob das Determinativ nicht vielleicht den Namen, des mit dem selben Zeichen geschriebenen Gottes "An" darstellt.

In altsumerischer Form findet man den Namen als DINGIR NINANNA,
in neusumerischer Form dann als DINGIR INANNA (Jacobsen)

Akkadisch wurde sie als DINGIR IŠTAR oder DINGIR EŠTAR geschrieben. Der akkadische Name ist auf die semitische Form "´ATTAR" zurückzuführen, welchem die alte Schreibung "Eshtar" entspricht. Ab altbabylonischer Zeit durchweg dann …

Der "erste Krieg" der Menschheit

Vor 5500 Jahren wurde die blühende Stadt Hamoukar ausgelöscht - im ersten bekannten Krieg der Menschheitsgeschichte. Forscher haben im heutigen syrisch-irakischen Grenzgebiet neue Spuren der Schlacht gefunden. Gespenstische Details zeugen von einem tragischen Ende.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/archaeologie-der-erste-krieg-der-menschheit-a-460283.html


Tell Hamoukar  ist eine große Ausgrabungsstätte in der Region al-Dschaziras im Gouvernement al-Hasaka in Nordostsyrien, das in der Nähe der Grenze zum Irak und zur Türkei liegt. Die dort liegende Siedlung bestand gleichzeitig mit der Obed-Kultur bis zur frühen Uruk-Kultur. Um Hamoukar wurden Obsidian-Produktionsstätten gefunden. Keramik stammt aus der späten Uruk-Zeit, Niniveh V und der Akkad-Zeit. Die Stadt lag an einer wichtigen Handelsroute zwischen Anatolien und Südmesopotamien. Die Stadt wurde wahrscheinlich bei der Expansion Uruks (um 3500 vor Chr.) als Konkurrentin militärisch ausgeschaltet.
https://de.wikipedia.org/wiki/…

Alteuropa - Überblick

PleistozänSteinzeitAltsteinzeitAltpaläolithikumMittelpaläolithikumJungpaläolithikumHolozänMittelsteinzeitJungsteinzeitKupfersteinzeitBronzezeitFrühe BronzezeitMittlere BronzezeitSpäte BronzezeitEisenzeitHistorische ZeitPleistozän
Das Pleistozän ist ein Zeitabschnitt in der Erdgeschichte. Es begann vor etwa 2,588 Millionen Jahren und endete um 9.660 ± 40 Jahre v.u.Z. mit dem Beginn der Holozän-Serie, der Jetztzeit. Somit dauerte das Pleistozän etwa 2,5 Millionen Jahre.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pleistoz%C3%A4nVSteinzeit
Pleistozän - Altsteinzeit (Altpaläolithikum, Mittelpaläolithikum, Jungpaläolithikum),
Holozän - Mittelsteinzeit, Jungsteinzeit, Kupfersteinzeit

Als Steinzeit bezeichnet man den Zeitabschnitt der Menschheitsgeschichte, von dem angenommen wird, dass die damaligen Menschen als Werkstoff vorrangig Stein verwendeten (neben Holz, Knochen und Horn). Sie begann vor 2,6 Millionen Jahren und endete, als die Menschen seit dem 7. Jahrtausend v.u.Z. lernten, Metalle zu verwenden.…

Steinzeitliche Venusfiguren

Archäologen haben in Sachsen-Anhalt altsteinzeitliche Fragmente einer Venus-Figur entdeckt. Die sorgfältig bearbeiteten Bruchstücke aus Elfenbein sind rund 34.000 Jahre alt und ähneln der berühmten Venus vom Hohe Fels.Die Fundstelle gilt als eine der ältesten Elfenbeinwerkstätten der Welt. Hier verarbeiteten schon vor rund 34.000 Jahren Mammutelfenbein und stellten daraus beispielsweise winzige Perlen her.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22114-2017-11-21.html

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Die Venus von Willendorf ist eine 1908 entdeckte, rund 11 cm große und knapp 30.000 Jahre alte Venusfigurine aus dem Gravettien. Sie ist als Österreichs bekanntestes Fundstück im Naturhistorischen Museum Wien zu sehen. Die Skulptur besteht nicht, wie lange angenommen, aus Kalkstein, sondern aus besagtem Oolith, einem Sedimentgestein. Farbreste zeigen, dass die Skulptur ursprünglich mit Rötel bedeckt war.
Auf Basis der Radiokarbondatierung wurde für die Skulptur lange Zeit eine Entstehungszeit vor etwa 25.000…

Bestattungsrituale im Alten Orient

Umm Dabaghiyah-Kultur 6000–5800 v.u.Z. (Proto-Hassuna-Kultur)
Bestattungen unter dem Hausboden oder in unmittelbarer Nähe des Hauses. Die Körper wurden zumeist vor der Bestattung zerteilt, sodass sie in Gefäße oder flache Gruben gelegt werden konnten. Zwei dieser Bestattungen enthielten Grabbeigaben in Form von Behältnissen mit Tierknochen und Schmuck, darunter Perlen aus Lapislazuli
https://de.wikipedia.org/wiki/Umm_Dabaghiyah-Sotto-Kultur


Hassuna-Kultur 5800–5260 v.u.Z.
Die in Hassuna-Siedlungen gefunden Skelette stammten überwiegend von Kindern, die in der Regel in Tongefäße gelegt meist unter den Fußböden, aber auch unter Wänden und Türschwellen von Häusern bestattet wurden. Die seltenen Skelettreste von Erwachsenen wurden in chaotischem Zustand in Kornbehältern oder unter den Fußböden von Häusern, sowie in zwei Fällen in Vertiefungen in Gebäudemauern gefunden. Vermutlich wurden also die meisten Erwachsenen außerhalb der Siedlung bestattet.

Eine bestimmte Orientierung der Gräber an…