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Entwicklung der Sumerischen Religion

Das geht dann etwa von der Ubaid Zeit (ab 6000 v.u.Z.) bis zur spät Babylon Zeit (ab 600 v.u.Z.).
Zum Teil kann man dabei auf die vermutlichen semitischen Einflüsse eingehen, die sich zum Teil erkennen lassen.

Am Anfang der Schöpfung stand bei den Sumerern Himmel & Erde. Die Schöpfung der Erde begann mit der Vereinigung von An "Himmel" und Ki "Erde". Das ist durchaus als sexuelle Vereinigung zu sehen. Dabei entstand Anki (Himmel & Erde). Aus dem unbelebten Himmel wurde der Himmelsgott An und aus Ki das Urgötterpärchen En-Ki und Nin-Ki (En-ki hier ist nicht der Enki aus Eridu). Diese "Hochzeit" wird auch die Kosmische Hochzeit genannt.
Besonders interessant ist die älteste heute erkennbare Schicht der Sumerischen Religion, da sie sozusagen am ehesten wirklich als sumerische zu bezeichnen ist.

Heute sieht es so aus, als ob die Menschen der Ubaid Kultur und die Sumerer dieselben wären, bzw. die gleiche Kultur gehabt hätten. Was man also heute als Su…
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Mädchen im Alten Orient

Nach dem Einsetzen der Geschlechtsreife wurden Mädchen für gewöhnlich verheiratet. Eine erwachsene Frau zu sein, bedeutete somit, Ehefrau zu sein und einen Haushalt zu führen, sowie Verantwortung für andere Personen (insbesondere das Kind) auszuüben.

Kleinkinder wurden im Alten Orient bis etwa zum 3. Lebensjahr von der Mutter oder der Amme gestillt. Falls die Mutter eine Sklavin war und verkauft wurde, oder in Schuldknechtschaft kam, blieb ihr (zu stillendes) Kind bei ihr. Lohnlisten aus dem 3.JT. v.u.Z. zeigen, dass Nahrungsrationen für die Mutter und das Kind ausgeben wurden. Eine konkrete Geschlechterteilung durch Begriffe (wie Sohn/Tochter) gab es (insbesondere für Kleinkinder) nicht, für ale galt der Begriff "dumu" (Kind, Sohn). Jedoch gab es auch Beschwörungen, die eine leichtere Geburt erwirken sollten, bei denen das Geschlecht des Kindes wichtig war und unterscheiden wurde. Allerdings bezieht sich auch diese Unterscheidung nicht auf die biologischen Geschlechtsmerkma…

zur sumerischen Sprache

Sumerisch (Eigenbezeichnung: 𒅴𒂠 eme-ĝir „einheimische Sprache“)

Kengir - Eigenbezeichnung der Sumerer für ihr Gebiet

Saĝgeggega (saggiga) - "Schwarzköpfige" (Selbstbezeichnung der Sumerer) (saĝ = Kopf + giggi; gi6-gi6 = schwarz (sein)) (uĝ3 saĝgig2 - Leute + Kopf + schwarz sein .. aus Inanna und Šu-kale-tuda  Zl.209)
zur Transliteration:
á = a2
é = e2
í = i2
ú = u2

à = a3
è = e3
ì = i3
ù = u3

etcsl:
c = š
j = ĝ or g̃
h = ḫ


vielfache Verwendung des Zeichens "KA": 
ka - Mund zú - Zahn
gù, inim - Wort
dug4, du11 - sprechen


Determinative:
Ab Ende der archaischen Schriftstufe treten in zunehmendem Maße "Deutzeichen" ("Determinative") auf, die vor, oder seltener hinter Substantive gesetzt werden. Die Verwendung der Determinative nimmt mit der Zeit zu.


Zeichen ZeichennameUmschriftLogogrammBedeutung𒀭

Enki versus Enlil

Enlil
Währen An quasi schon immer in Uruk verehrt wurde, wurde Enlil erst später in den sumerischen Pantheon eingeführt - allerdings wohl schon vor der frühdynastischen Zeit (ED-Zeit). Er kam dabei wohl aus der Kish-Zivilisation, die auch die Basis von Akkad darstellte - ergo die schon zu pre-dynastischer Zeit vorhandenen Semiten in Mesopotamien. Die ursprüngliche Schreibweise von Enlil war d-En-E2 "höchster Herr (der Götter)", eine Deutung als "Herr Wind" ("En" = Herr + "lil" = Luft) ist falsch! Es sieht so aus, dass Enlil ein "Erfindung" von Nippur war, der Name aber aus der semitischen Entsprechung für Enlil kam: i-li-lu "Gott der Götter", d.h. die sumerische Schreibweise gibt eher die semitische Bedeutung im Laut wieder, als eine wortwörtliche Übersetzung. Enlil usrpünglischer Name war wohl en-E "Haushaltsvorstand" o. "Hausherr", mit der akkadischen Entsprechung i-li-lu ". Diese semitische Ausspra…

Grenzvertrag zwischen Hatti und Kizzuwatna

Der Vertrag zwischen dem Hethiter Tutḫaliya I. und Šunaššura von Kizzuwatna weist die Besonderheit auf, dass die Grenze sehr genau festgelegt und dabei auch vereinbart wird, welche Grenzorte die Hethiter befestigen dürfen und welche nicht. Unter den Staatsverträgen, welche die hethitischen Könige im 15. Jh. v.u.Z. mit den Herrschern des südlichen Nachbarlandes Kizzuwatna schlossen, ragt derjenige zwischen Tutḫaliya I. und Šunaššura heraus. Dies ist weniger auf die Regelung der politischen und militärischen Beziehungen zwischen beiden Reichen zurückzuführen als auf die recht detaillierte Beschreibung der beiderseitigen Grenze.
Nach den historischen Präambeln und den politisch-militärischen Vertragsverpflichtungen beider Seiten folgt die Beschreibung des eigentlichen Grenzverlaufes, der im Folgenden in der Übersetzung von Schwemer (2005) wiedergegeben wird:

§ 61 (lV 40-42) Vom Meer aus gehört die Ortschaft Lamiya Meiner Sonne, die Ortschaft Pitura (aber) dem Šunaššura. Man wird das Gre…

sumerische Städte-Klagen

Die mesopotamische Gattung der Stadtklagen umfasst drei Textbereiche:
- die historischen Stadtklagen - Klagekompositionen des Types balag - Klagelieder des Typs eršemma
Die historischen Stadtklagen stammen aus (und kurz nach) der Ur-II-Zeit, 19.Jhr. v.u.Z.. Ihnen gemeinsam ist die Aufteilung in einzelne Strophen (kirugu) und der Bezug auf den konkreten Untergang einer Stadt. Innerhalb der Stadtklagen wird die Zerstörung auf die letztlich unergründlichen Entscheidungen der Götter zurückgeführt, allen voran An(u) und Enlil.
In der Stadtklage von Uruk zerstört der Sturmwind die Stadt, obwohl hinter dieser Naturmetapher ein militärischer Feind steht.
Klage über die Zerstörung von Unug/Uruk
Klage über die Zerstörung von Ur/Urim
Klage über die Zerstörung von Sumer und Ur/Urim
Klage über die Zerstörung von Nippur/Nibru
Klage über die Zerstörung von Eridu

"Fluch über Akkade" (Ur-III-Zeit) scheint dabei ein direkter Vorgänger der "Klage über die Zerstörung von Sumer und Ur" z…

sumerische Königsliste

kurzer Überblick: Dynastie Kisch (1.–4. Dynastie) (um 2800 - 2380 v.u.Z.) Dynastie von Uruk (1.–6. Dynastie) (um 2770 - 1802 v.u.Z.) Dynastie von Ur (1.–3. Dynastie) (um 2600 - 2004 v.u.Z.) Dynastie von Lagasch (1.–2. Dynastie) (um 2550 - 2110 v.u.Z.) Dynastie von Umma (um 2500 - 2347 v.u.Z.) Dynastie von Mari (um 2350 - 1759 v.u.Z.) Dynastie von Larsa (um 2025 - 1737 v.u.Z..) Dynastie von Ešnunna (um 2025 - 1735 v.u.Z.) Dynastie von Isin (1. Dynastie) (2017 - 1794 v.u.Z.)
(wiki)


1-39: Nachdem das Königtum vom Himmel herabgestiegen war, war das Königtum in Eridug ... Dann fiel Eridug und das Königtum wurde nach Bad-Tibira gebracht ...(Dumuzid, der Hirte) Dann fiel Bad-Tibira und das Königtum wurde nach Larag gebracht ... Dann fiel Larag und das Königtum wurde nach Zimbir gebracht ... Dann fiel Zimbir und das Königtum wurde nach Šuruppag gebracht ...
40-94: Nachdem die Flut überschwemmte und das Königtum vom Himmel herabgestiegen war, war das Königtum in Kiš ...Dann wurde Kiš besiegt u…

altorientalische Orte

Arbela: Kultort des Gottes Assur und der Ištar, ursprünglich Urbilum, heute Erbil
-> Ištar von Arbela, Das Fest der Ištar von Arbela fand, wie eine Inschrift Assurbanipals belegt, im Monat Ab statt
-> Erbil ist die Hauptstadt und zugleich der Sitz der Regierung der Autonomen Region Kurdistan im Irak, das Alter der Stadt wird auf mehr als 8000 Jahre geschätzt.

Badtibira: "Mauer der Kupferarbeiter", oder "Festung der Schmiede", identifiziert als moderner Tell al-Madineh , zwischen Ash Shatrah und Tell as-Senkereh (antiker Larsa ) in der südliche Irak, akkadischer Name Dûr-gurgurri, Kultort von Dumuzi, Tempel der Stadt: E- musch-kalamma (Emuš-Heiligtum der Inanna)

Ebeh: Jebel Hamrin, Zagrosgebirge

Ešnunna: heute Tell Asmar, Hauptheiligtum der Stadt war der Tempel Esikil für Gott Ninazu

Eridu: heute: Tell Abū Šahrain, Kultort des Enki mit Tempel Engur,

Girsu: heute Tall Lawh, Tello(h), Residenz des Stadtstaates von Lagasch
-> Eninnu, E-ninnu (Haus 50, Fünfzigerhau…